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Programme

Projekt „JuKi“ zur effizienteren Jugendhilfe im Landratsamt Augsburg

In der wirtschaftlichen Jugendhilfe müssen Fachkräfte täglich und oft unter großem Zeitdruck und mit erheblichem Rechercheaufwand hochkomplexe Entscheidungen treffen. Mit „JuKI (Jugendhilfe-KI)“ hat das Landratsamt Augsburg ein Projekt gestartet, das diese Arbeit spürbar erleichtert. In dem Projekt geht es v.a. darum, durch Künstliche Intelligenz die Bearbeitung von Fällen zu beschleunigen und die Qualität von Bescheiden zu erhöhen sowie gleichzeitig Wissen langfristig zu sichern. Zusammen mit dem IT-Unternehmen IBM wurde ein intelligenter Assistent entwickelt, der Mitarbeitende durch das Analysieren von Urteilen, Protokollen und anderen Dokumenten, das Herausfiltern relevanter Inhalte sowie das Generieren von Empfehlungen unterstützt. Die Fachkräfte sollten hierdurch aber nicht in ihrer Entscheidungsgewalt ersetzt, sondern vielmehr entlastet werden. Mit dem Projekt soll langfristig auch ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet werden, indem Wissen nicht mehr ausschließlich an einzelne Personen gebunden ist, sondern durch digitale Systeme verfügbar bleibt, wodurch neue Mitarbeitende schneller eingearbeitet werden können. Zwar ist JuKI zunächst als Prototyp im Landkreis Augsburg entstanden, wird aber weiterentwickelt und eine Implementierung in weiteren Landkreisen erscheint perspektivisch gut möglich.

Weitere Informationen zu „JuKi“ finden Sie hier.

Projekt „Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe (DiKoJu)“

In diesem Jahr ist das oben genannte Verbundprojekt der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V. (AGJ) und des Lehrstuhls für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit der Universität zu Köln gestartet. In diesem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsprojekt werden die Fähigkeiten und das Wissen von Fachkräften unterschiedlicher Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe im Umgang mit digitalen Anwendungen umfassend untersucht. Hierzu kommen verschiedene wissenschaftliche Methoden (u.a. eine bundesweite Onlineerhebung, Gruppendiskussionen und leitfadengestützte Interviews) zum Einsatz. Auf Basis dieser Ergebnisse werden dann in einem weiteren Schritt neue Kompetenzprofile und Qualifikationsmodule für die vier Handlungsfelder „Offene Kinder- und Jugendarbeit“, „Kindertagesbetreuung“, „Stationäre Hilfen zur Erziehung“ und „Jugendämter als zentrale Schnittstelle zwischen Praxis und Verwaltung“ entwickelt und erprobt. Durch Handreichungen werden zentrale Ergebnisse des Projekts unmittelbar für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe nutzbar gemacht.

Hier gelangen Sie direkt zur Webseite des Projekts mit weiteren Informationen.

Schweizer Initiative MEKiS - Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit

Digitale Medien sind zunehmend in allen Bereichen des Alltags präsent. Mit der Mediatisierung ergeben sich für die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit sowohl vielfältige Potenziale als auch Herausforderungen.

Die Schweizer Initative MEKiS - Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit - ist aus dem Projekt "Medienkompetenz in der stationären Kinder- und Jugendhilfe" hervorgegangen und befasst sich mit der Erarbeitung von Instrumenten sowie rechtlichen und konzeptionellen Grundlagen für alle Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.

Es werden Grundlagen für die Etablierung einer fachlich fundierten Medienerziehung und medienpädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen sowie erwachsenen Menschen mit Beeinträchtigungen in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit bereitgestellt.

MEKiS wird durch eine Kooperation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und der Höheren Fachschulen Kompetenz, Bildung Bern und medi Zentrum für medizinische Bildung getragen. Zudem bestehen Kooperation mit dem Dachverband CURAVIVA Schweiz, mit der Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale HES-SO sowie mit der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana SUPSI.

Hier gelangen Sie zur Webseite der Inititiative MEKiS.

DigitalPakt Kita

Der DigitalPakt Kita ist eine von symbioun e.V. ins Leben gerufene Initiative, gemeinsam mit Partner*innen aus Gemeinwesen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Zentrales Ziel des Digitalpakts Kita ist, für Kindertagesstätten die Rahmenbedingungen für gesundes digitales Arbeiten zu schaffen. Besonders fokussiert werden Erleichterungen bei der Wahrnehmung von Aufgaben wie der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern sowie der Organisation, Dokumentation und Kommunikation. In diesem Zusammenhang wird zudem eine Einführung  bundesweit einheitlicher Standards angestrebt - etwa, was die technische Ausstattung von Kita-Teams sowie die Förderung von Medienkompetenzen der pädagogischen Fachkräfte angeht.

Durch den Digitalpakt Kita soll allen allen Kitas in Deutschland eine geförderte Digitalisierung auf hohem Qualitätsniveau ermöglicht werden, um dadurch zugleich eine Aufrechterhaltung der Bildungschancen und Gesundheitskompetenzen zu gewährleisten.

Zu diesem Zweck entwickelt und evaluiert das Team des DigitalPakts Kita u.a. eine App zur Strukturierung, Automatisierung und Erleichterung verwaltender und pädagogischer Arbeitsprozesse in der Kita. Außerdem sollen Fortbildungen angeboten werden, in denen Kita-Teams Gesundheits- und Medienkompetenzen erlangen können, um diese anschließend im Kita-Alltag umzusetzen zu können. Nicht zuletzt haben alle Kitas in Deutschland die Möglichkeit, sich zu bewerben, um vom DigitalPakt Kita in ihrer Region - d.h. von den durch Crowdfunding und Großförderer gesammelten Finanzmitteln - zu profitieren.

 

 

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