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Fachkonzepte / Handreichungen

Kinder inhaftierter Eltern wirksam unterstützen – fünf Pfeiler für eine starke Zusammenarbeit

 

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für den Justizvollzug (SKJV) bündelt in einem am 1. September 2026 veröffentlichten Beitrag fünf zentrale Ansatzpunkte für eine kinderorientierte und institutionsübergreifende Unterstützung von Kindern mit inhaftierten Eltern. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass ihre Lebenssituation durch unterschiedliche Institutionen geprägt wird – vom Justizvollzug über Kinder- und Jugendhilfe und Schule bis hin zu Sozialdiensten und spezialisierten Beratungsstellen. Gerade an diesen Schnittstellen besteht die Gefahr, dass einzelne Bedarfe der Kinder aus dem Blick geraten. 

Als Orientierungsrahmen werden fünf Pfeiler beschrieben: Kinderperspektive, Sensibilisierung, Verantwortung, Vernetzung und Wissenstransfer. Kinder sollen altersgerecht informiert, angehört und in Entscheidungen einbezogen werden; zugleich braucht es Wissen über die Aufgaben der jeweils anderen Institutionen sowie verlässliche Formen der Zusammenarbeit. Auch der Kontakt zum inhaftierten Elternteil wird aus der Perspektive des einzelnen Kindes betrachtet: Neben persönlichen Besuchen können beispielsweise Briefe, Zeichnungen, Telefonate oder Videokontakte passende Formen der Beziehungsgestaltung sein. Der Beitrag stammt aus dem Schweizer Kontext, bietet mit seinem Fokus auf gemeinsame Verantwortung und institutionelle Vernetzung jedoch auch anschlussfähige Impulse für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. 

Weitere Informationen zum Beitrag finden Sie hier. 

 

Was spielt mein Kind da eigentlich? Digitale Spiele – Tipps für Eltern

Mit der überarbeiteten Broschüre „Was spielt mein Kind da eigentlich? Digitale Spiele – Tipps für Eltern“ bietet klicksafe gemeinsam mit dem Spieleratgeber-NRW einen kompakten Einstieg in zentrale Fragen rund um Gaming im Familienalltag. Die Publikation richtet sich an Eltern, die die digitalen Spielwelten ihrer Kinder besser verstehen und sie beim Umgang mit Games begleiten möchten. 

 

In zehn praktischen Tipps werden unter anderem Altersfreigaben, Spielzeiten und gemeinsame Regeln, In-Game-Käufe und Kostenfallen, Online-Kontakte sowie problematisches Spielverhalten aufgegriffen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Kontrolle einzelner Spiele als eine Medienerziehung, die Interesse an den Spielerfahrungen der Kinder und Jugendlichen mit klaren Absprachen und Wissen über mögliche Risiken verbindet. Die Broschüre kann damit auch von Fachkräften der Familienbildung, Erziehungsberatung und Kinder- und Jugendhilfe als niedrigschwelliges Informationsmaterial für die Arbeit mit Eltern genutzt werden. Die überarbeitete Auflage ist im August 2026 erschienen und steht kostenfrei als PDF zur Verfügung. 

 

Weitere Informationen zur Broschüre inklusive Möglichkeit zum Download finden Sie hier.

 

Dokumentation zur Veranstaltung „Lost in Connection - Familienbildung und Digitalisierung

Im Mai lud die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Sachsen-Anhalt (LAGF) Mitarbeitende aus Familienzentren, Jugendämtern, lokalen Bündnissen, Kinder-Elternzentren und Mehrgenerationenhäusern sowie Funktionsträger*innen aus Kommunen und Akteur*innen aus dem Bereich der Familienbildung zu der oben genannten Fachtagung ein.  Ein zentrales Thema der Fachtagung war der mögliche Beitrag von Familienbildung zur Unterstützung von Eltern in der Medienerziehung ihrer Kinder. Ebenso behandelt wurden die Potenziale von Digitalisierung für Einrichtungen der Familienbildung, um Zugangsbarrieren zu senken, wenig mobile Zielgruppen besser zu erreichen und die Öffentlichkeitsarbeit sowie interne Abläufe in der Planung und Verwaltung effektiver und effizienter zu gestalten.Zu einigen Inputs und Workshops dieser Veranstaltung stehen inzwischen Präsentationen und Padlets online zur Verfügung. Somit haben auch Personen, die nicht dabei sein konnten, die Möglichkeit, sich über einige wesentliche Inhalte der Fachtagung zu informieren.

Hier gelangen Sie direkt zu der Veranstaltungsdokumentation.

Supporting Famililies in the Digital Era. How to ensure Safe and Enriching Online Experiences for Children and their Families

In einem aktuellen Kurzdossier von COFACE Families Europe wird die Bedeutung digitaler Technologien für Kinder und ihre Familien hervorgehoben und es  werden einige Aktivitäten vorgestellt, die auf EU-Ebene bereits laufen oder derzeit diskutiert werden. Zudem werden Schlussfolgerungen für weitere Maßnahmen zur Unterstützung von Familien im digitalen Zeitalter gezogen. Im ersten Abschnitt des Dossiers werden einige EU-Rahmenregelungen analysiert, die Maßnahmen zur Gewährleistung sicherer und förderlicher digitaler Erfahrungen für Kinder enthalten. Im zweiten Abschnitt werden verschiedene Praktiken von COFACE-Mitgliedsorganisationen aus 9 verschiedenen europäischen Ländern (Belgien, Bulgarien, Kroatien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Luxemburg und Spanien) vorgestellt. Die vorgestellten Praktiken reichen dabei von der Förderung digitaler Erziehungskompetenzen bis hin zur Bekämpfung und Vorbeugung spezifischer Risiken wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet.

Hier können Sie das Dossier „Supporting Famililies in the Digital Era. How to ensure Safe and Enriching Online Experi-ences for Children and their Families“ lesen (englisch).

Digitale Medien - Was ist für Kinder dabei wichtig?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat einen neuen Ratgeber im Kontext des Projekts "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." veröffentlicht. Der Medienratgeber "Digitale Medien - Was ist für Kinder dabei wichtig?" ist für Familien ist in Leichter Sprache verfasst. Es werden z.B. die folgenden Fragen thematisiert:

  • Welche Gefahren gibt es, wenn Kinder digitale Medien benutzen?
  • Welche Regeln sind gut, wenn Kinder digitale Medien benutzen?
  • Wie kann man Kinder unterstützen, wenn sie digitale Medien ausprobieren möchten?

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hier gelangen Sie direkt zum Medienratgeber.

Online sein mit Maß und Spaß - Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien

Der 46-seitige Elternratgeber "Online sein mit Maß und Spaß" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung adressiert Eltern von 12-18-jährigen Kindern und Jugendlichen. Eltern finden darin zum einen allgemeine Informationen zu den Themen Videospiele, soziale Netzwerke und Videoportale sowie zum anderen Tipps zum Umgang mit der Mediennutzung ihrer Kinder.

Der Elternratgeber enthält Anregungen dazu, wie Eltern das Gespräch über die Mediennutzung gestalten können und bietet eine Orientierung dazu, was eine zu hohe Mediennutzung ist, und woran man sie erkennen kann. Im Falle einer zu hohen Mediennutzung werden Hilfen zur Regulierung gegeben. Darüber hinaus enthält der Elternratgeber eine Übersicht von Informations- und Hilfemöglichkeiten sowie ein Glossar, in dem Videospiel-, soziale Netzwerk- und Videoportal-Begriffe erklärt werden.

Der Elternratgeber steht auf Deutsch und auf Ukrainisch zur Verfügung.

Hier gelangen Sie direkt zur Seite, auf der der Elternratgeber zum Download zur Verfügung steht oder kostenlos bestellt werden kann.

Väterreport 2023 - Entwicklungen und Daten zur Vielfalt der Väter in Deutschland

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat den Väterreport 2023 veröffentlicht. Dieser zeigt, dass sich viele Väter in Deutschland eine partnerschaftliche Aufgabenteilung in der Familie wünschen, wobei jeder zweite Vater gerne die Hälfte der Betreuung übernehmen möchte. Allerdings gelingt dies nur jedem fünften Vater, somit besteht weiterhin eine große Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität. Der Väterreport basiert auf amtlichen Statistiken, wissenschaftlichen Studien und repräsentativen Bevölkerungsbefragungen und beschreibt die Lebenssituation, Werte und Einstellungen von Vätern in Deutschland.

Hier können Sie den Väterreport als pdf-Dokument herunterladen.

Leitlinien für die Medienerziehung im digitalen Zeitalter

Das EU-geförderte Projekt "KIT" ("Keep in touch") befasst sich mit der Umsetzung innovativer Praxis im digitalen Zeitalter sowie mit der Förderung neuer bereichsübergreifender Methoden in der frühkindlichen Bildung. Zentraler Bestandteil des Projekts sind Schulungen und die Erstellung von Open-Source-Materialien, die sowohl das Bildungspersonal als auch andere Interessengruppen, einschließlich der Familien, bei der Förderung von Lernprozessen und der Nutzung digitaler Bildungsangebote unterstützen können.

Im Rahmen dieses Projekts entstanden unter anderem "Leitlinien für die Medienerziehung im digitalen Zeitalter", die Eltern bei der kompetenten Mediennutzung unterstützen sollen und gleichzeitig ermöglichen sollen, gute Regeln zu finden und eine stärkere Sensibilisierung für junge Kinder zu erreichen.

Diese Leitlinien stehen hier zum Download zur Verfügung!

#familie. Digitale Medien in der Praxis der Familienbildung.

2017 veröffentlichten die Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung in NRW die Handreichung "#familie. Digitale Medien in der Praxis der Familienbildung". Fachkräfte der Familienbildung finden darin zahlreiche Informationen, Tipps, Links u.v.m. zu Themenbereichen wie "Einsatz digitaler Medien in Familienbildungsangeboten", "Das Medienkonzept", "Digitales Marketing" und "Medienpädagogik".

Die Handreichung steht hier zum Download zur Verfügung.

Familien digital erreichen - Potenziale kommunaler Familienseiten nutzen

Die Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. veröffentlichte 2017 die Handreichung "Familien digital erreichen - Entwicklungspotenziale kommunaler Familienseiten" mit Impulsen und Hintergrundwissen für die kommunale Familienpolitik. In der Handreichung werden Ergebnisse einer 2016 durchgeführten Befragung von Expert*innen aus der kommunalen Praxis und Verbänden zusammengeführt.

Die Handreichung geht u.a. der Frage nach, was ein gutes Informationsangebot für Familien im Netz auszeichnet und welche Rolle Funktionalität, Adressat*innenbezug und Niedrigschwelligkeit für kommunale Familienseiten spielen.

Die Handreichung steht hier zur Verfügung.

Um die Ecke und als App - Welche digitalen Angebote brauchen Eltern?

2015 veröffentlichte der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. die Expertise "Um die Ecke und als App - Welche digitalen Angebote brauchen Eltern?" Darin wird anhand von Befunden aus der Familienarbeit und der Medienforschung ein Ausblick darauf gegeben, was Eltern heute und zukünftig von digitalen Angeboten erwarten könnten. Die Expertise versteht sich als Impuls für eine fachliche Debatte darüber, wie die Digitalisierung Familienleben verändert und wie die Familienarbeit damit umgehen könnte.

Sie finden die Expertise hier.

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