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Familienbildung und Frühe Hilfen

Angebote der Familienbildung und der Frühen Hilfen (§ 16 SGB VIII) richten sich an (werdende) Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und orientieren sich an deren Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen. Durch digitale Formate lassen sich Zugangsbarrieren leichter abbauen und Inanspruchnahmemöglichkeiten erweitern (z.B. durch Orts- und Zeitunabhängigkeit und verschiedene Sprachen). Außerdem lassen sich Angebotsformen vervielfältigen.Zu denken ist hierbei beispielsweise an digitale Elternkurse mithilfe von Videokonferenz-Tools.

Durch die Möglichkeit, von zuhause aus teilnehmen zu können, können digitale Kurse gerade für (werdende) Eltern in ländlichen Regionen attraktiv sein. Genau wie „klassische“ Elternkurse können auch digitale Elternkurse die Möglichkeit bieten, mit professionellen Kursleiter*innen aus Fachdisziplinen wie z.B. Pädagogik, Psychologie oder Medizin in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen. Des Weiteren können auch digitale Formate den Austausch und die Vernetzung mit anderen (werdenden) Eltern aus der eigenen Region und überregional ermöglichen.

Manche Erziehungsthemen sind für (werdende) Eltern mit Schamgefühlen verbunden und stellen dadurch eine zusätzliche Barriere bei der Nutzung von „klassischen“ Familienbildungsangeboten dar. Hilfreich sein können in dieser Hinsicht jedoch digitale Selbstlernkurse, die anonym und asynchron, also zeitversetzt, genutzt werden können.

Digitale Familienbildungsangebote haben das Potenzial, auch Zielgruppen besonders gut zu erreichen, die „klassische“ Angebote der Familienbildung ansonsten eher selten in Anspruch nehmen (z.B. Väter).

Digitale Familienbildungsangebote können auf "einfache" Weise den gezielten Informations- und Wissenstransfer verbessern. Z.B. können Eltern über Push-Nachrichten auf ihrem Smartphone Informationen zur kindlichen Entwicklung oder Tipps zur Umsetzung bestimmter pädagogischer Aktivitäten mit ihrem Kind erhalten.

Das Repertoire an digitalen oder digital gestützten Angeboten der Familienbildung und der Frühen Hilfen ist sehr groß. Wichtig ist dabei jedoch, dass digitale Familienbildungsangebote und Angebote der Frühen Hilfen nicht per se gut oder besser, sind als „analoge“ Angebote. Vielmehr stellt sich für das Handlungsfeld der Familienbildung die wichtige Aufgabe, sorgfältig zu reflektieren, welche Zielgruppen mit welchen Formen von digitalen und „analogen“ Angeboten (oder auch Mischformen mit digitalen und „analogen“ Elementen) am besten erreicht werden können. Ebenso gilt es, grundsätzliche Qualitätskriterien für die Konzipierung und Implementierung digitaler Familienbildungsangebote zu erarbeiten.

In diesem Bereich stellen wir Ihnen aktuelle Informationen zu Digitalisierungsentwicklungen in der Familienbildung und den Frühen Hilfen zur Verfügung, z.B. zu Fachkonzepten und Handreichungen, neu entwickelten digitalen Tools, neuen Ergebnisse aus der Forschung u.v.m.

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