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Forschung

Partizipation, Verantwortung und Transparenz bei digitaler Erinnerungsarbeit in den stationären Erziehungshilfen

In einer Ausgabe der frei zugänglichen Online-Fachzeitschrift „DiMe-Sozial“ befasst sich ein Artikel von Malte Heyen, Florian Eßer und Tobias Thelen (alle Universität Osnabrück) mit Herausforderungen und Möglichkeiten von digitaler Erinnerungsarbeit anhand digitaler Gemeinschaftsarchive für Wohngruppen in den stationären Erziehungshilfen. Im Mittelpunkt stehen dabei Partizipation, Verantwortung und Transparenz als entscheidende Faktoren im Prozess der Erinnerungsarbeit. Am Beispiel einer konkreten Studie werden Designentscheidungen und technische Umsetzungsmöglichkeiten im Spannungsfeld zwischen dem Schutz von Persönlichkeitsrechten einerseits und der Gewährleistung von digitaler Teilhabe andererseits diskutiert. Zudem wird die zu diesem Zweck entwickelte Open-Source-Software und ihre Integration in den Wohngruppenalltag vorgestellt. Beleuchtet werden außerdem Schwierigkeiten bei der Umsetzung sowie die Rolle von Moderierenden und Verantwortlichkeiten für die Archivinhalte.

 

Sie finden den entsprechenden Fachartikel hier.

 

Weitere Informationen rund um Digitalisierung in den Hilfen zur Erziehung finden Sie auch hier auf unserer Webseite.

Ausgabe der Zeitschrift „DiMe-Sozial“ mit Fachbeiträgen zu Digitalisierung und stationären Hilfen

In diesem Jahr ist die erste Ausgabe der Open Access-Zeitschrift „DiMe-Sozial. Fachzeitschrift für Soziale Arbeit, Medien und Digitalisierung“ erschienen. In der Zeitschrift werden sowohl theoretische Zugänge, um Digitalisierung zu fassen, diskutiert als auch praxisorientierte methodische Entwicklungen und empirische Erkenntnisse beleuchtet. Die Zeitschrift richtet sich an Forschende, Praktiker*innen, Lehrende und Studierende der Sozialen Arbeit. Die erste Ausgabe enthält dabei gleich zwei Beiträge, die sich mit Digitalisierung im Kontext stationärer Hilfen zur Erziehung befassen: einen Artikel von Benjamin Hantke und Nicole Knuth (beide FH Dortmund) zum Thema „Durchsetzung von Rechten und Beschwerdemöglichkeiten in der Heimerziehung. Möglichkeiten digitaler Medien“ und einen Artikel von Marvin Fendt (Ludwig-Maximilians-Universität München) zum Thema „Medienerziehung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Eine quantitative Querschnittserhebung in Deutschland“.

Hier gelangen Sie direkt zur Ausgabe der Fachzeitschrift und können sich die beiden erwähnten Beiträge sowie einige weitere Beiträge herunterladen.

JAdigital Expertise: "Digitalisierung - und die Hilfen zur Erziehung"

In der vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism gGmbH) in Auftrag gegebenen Expertise "Digitalisierung – und die Hilfen zur Erziehung" thematisiert der Autor, Prof. Dr. Daniel Hajok (Universität Erfurt), Veränderungen im Heranwachsen und Erziehen in einer digitalen Welt und die sich daraus ergebenden Herausforderungen und Möglichkeiten im Feld der Hilfen zur Erziehung (u.a. in stationären Einrichtungen und ambulanten Hilfen).

In der Expertise werden u.a.die durch Digitalisierung veränderten Bedingungen des Auf- und Heranwachsens junger Menschen sowie die veränderten Anforderungen für Eltern und pädagogische Fachkräfte skizziert. Im Weiteren werden Grundvoraussetzungen für (gelingende) Digitalisierung sowie der rechtliche Rahmen und daraus abgeleitete Ansprüche für Digitalisierung in den Hilfen zur Erziehung erörtert. Nicht zuletzt befasst sich der Autor mit auf Digitalisierung bezogener Praxis sowie Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung von Medienkonzepten im Feld der Hilfen zur Erziehung.

Hier können Sie die Expertise "Digitalisierung - und die Hilfen zur Erziehung" lesen und herunterladen.

Weitere bisher im Rahmen des Projekts "JAdigital" entstandene Publikationen finden Sie hier.

CLS YouTube-Kanal der Care Leaver Statistics

Care Leaver Statistics (CLS) ist die bisher größte trägerübergreifende Befragung junger Menschen in Pflegefamilien und Einrichtungen der Jugendhilfe in Deutschland. Die Langzeitstudie untersucht über mehrere Jahre hinweg die Teilhabe im Lebensverlauf junger Menschen, die (eine Zeit lang) in einer Pflegefamilie oder einer Wohngruppe / sonstigen betreuten Wohnformen aufgewachsen sind. Inhalte der Studie sind Themen wie ‚Wohnen‘, ‚Schule‘, ‚Ausbildung und Studium‘ ‚Arbeit‘, ‚soziale Beziehungen‘, ‚Freizeit‘, ‚Mitbestimmung‘, ‚Finanzen‘ und ‚Gesundheit‘.

Insgesamt werden bis zu 2.000 junge Menschen im Alter von 16 bis einschließlich 19 Jahren aus Wohngruppen und Pflegefamilien befragt. Die Befragungen wiederholen sich jährlich und laufen über insgesamt sieben Jahre hinweg. 
Die BMFSFJ-geförderte Studie findet im Kooperationsverbund der Stiftung Universität Hildesheim, der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) und der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS) statt.

Im Zuge dieser Studie ist ein YouTube-Kanal entwickelt worden, auf dem in Form von Kurzvideos Informationen rund um die Studie aufbereitet werden.

Zum YouTube-Kanal gelangen Sie hier.

Hier finden Sie weitere Informationen zur CLS-Studie.

Forschungsprojekt "Digitalisierung in den Hilfen zur Erziehung" in Rheinland-Pfalz

Das Modellprojekt "Digitalisierung in den Hilfen zur Erziehung – Entwicklung und Erprobung innovativer digitaler Beratungs- und Unterstützungskonzepte für den Erstkontakt in den Hilfen zur Erziehung" (Laufzeit: Juli 2022 bis Dezember 2023) entwickelt neue Konzepte und digitale Formate zur fachlichen Beratung und Unterstützung. Das Projekt sieht zunächst eine landesweite Bestandsaufnahme vor, um eine repräsentative Übersicht zu erhalten, welche digitalen Formate zur Beratung, Kontaktpflege und zur Hilfeleistung Jugendämter und Erziehungshilfeträger in Rheinland-Pfalz verwenden.

Darauf aufbauend werden neue Konzepte und digitale Formate zur fachlichen Beratung und Unterstützung entwickelt. Dazu bilden sich an mindestens vier Standorten im Land Tandems aus Jugendämtern und freien Trägern. Die digitalen Konzepte werden gemeinsam entwickelt, erprobt und dann verbreitet. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der RPTU Kaiserslautern-Landau (Prof. Dr. Bastian). Regelmäßige Evaluierungen der Konzeptentwicklungen sollen die Umsetzung unterstützen, Probleme und Hindernisse frühzeitig erkennen und korrigieren und dadurch die Anschlussfähigkeit an die Praxisbedingungen vor Ort sicherstellen. Nach Abschluss des Projekts werden die Ergebnisse mit Best-Practice-Beispielen den Jugendhilfeeinrichtungen und Jugendämtern zur Verfügung gestellt.

Das Modellprojekt ist ein Projekt des rheinland-pfälzischen Landesjugendhilfeausschusses und wird gefördert vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Familie, Frauen, Integration und Kultur.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite des Forschungsportals des Landes Rheinland-Pfalz.

DigiPäd 24/7 – Digitalisierung und Organisationsentwicklung in Heimen
und Internaten

Die Universität Hildesheim und die TH Köln haben in dem durch das BMBF geförderten Projekt "DigiPäd24/7" den analog-digitalen Alltag in stationären Einrichtungen und Internaten untersucht. Forschungsergebnisse und konkrete Handlungsempfehlungen wurden nach Abschluss des Projekts im Jahr 2022 veröffentlicht. Das Dokument "Das Recht junger Menschen auf analog-digitale Teilhabe verwirklichen – Empfehlungen für stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Internate" kann hier aufgerufen werden.

Weitergehende Informationen und Projektergebnisse finden Sie zudem auf der Projekt-Webseite.

Statistisches Bundesamt: Jugendarbeit 2021

Die Corona-Pandemie hat im Alltag junger Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Nun liegen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Jugendarbeit für das zweite Corona-Jahr 2021 vor.

Die Ergebnisse der Hilfen zur Erziehung und zu den Angeboten der Jugendarbeit finden Sie hier.

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie zudem hier.

Beistandschaftstagung „Die Beistandschaft geht online – und das mit Leidenschaft“

Am 12. und 13. September 2022 fand die Bundestagung des Praxisbeirats Beistandschaft beim Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) zum Thema „Die Beistandschaft geht online – und das mit Leidenschaft“ statt.
Die Dokumentation mehrerer Vorträge sowie die Ergebnisse der Arbeitsgruppen stehen öffentlich zur Verfügung und können hier eingesehen werden.

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