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Forschung

Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Sexting und Pornos (Zentrale Ergebnisse einer Befragung der Landesanstalt für Medien NRW)

Die Landesanstalt für Medien NRW führte im Sommer 2023 eine Befragung von über 3.000 11-17-jährigen Kindern und Jugendlichen zu deren Erfahrungen mit Sexting und Pornos durch. Es zeigte sich u.a, dass jede dritte Person im Alter von 11 bis 17 Jahren bereits einen Porno gesehen und jede*r Fünfte dieser Altersgruppe schon einmal Sexting betrieben hat.

Eine Präsentation mit sämtlichen Ergebnissen der Befragung finden Sie hier.

Dringender Handlungsbedarf zum Schutz von Minderjährigen vor KI-Risiken

Ein weiteres aktuelles Gutachten der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und der Landesmedienanstalten thematisiert die Risiken von Künstlicher Intelligenz für Heranwachsende. So wird herausgestellt, dass Künstliche Intelligenz nicht nur positive, sondern auch einige negative Effekte mit sich bringt. Denn durch KI generierte Inhalte, Bilder oder Videos können eine Desorientierung von Minderjährigen begünstigen. Umso wichtiger sei es daher, diese Risiken rechtzeitig durch Gesetzesänderungen zu adressieren und dabei früher im Erzeugungsprozess anzusetzen und die KI-Anbieter*innen in die Pflicht zu nehmen.

Weitere Informationen sowie das zum Download zur Verfügung stehende Gutachten finden Sie hier.

Exzessive Nutzung von Videospielen: Beliebte Games spielen mit Unerfahrenheit von Kindern

Ein neues Gutachten der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und der Landesmedienanstalten befasst sich mit dem Thema „Exzessive Nutzung von Videospielen“. Zentrale Ergebnisse sind unter anderen, dass in vielen Spielen gezielt manipuliert wird, indem zu Spielbeginn fast jeder Klick zum Erfolg führt, doch mit fortschreitendem Spielverlauf immer mehr Zeit und teilweise auch Geld investiert werden muss. Viele der bei Kindern und Jugendlichen beliebten digitale Spiele sind darauf ausgelegt, die Nutzungszeit möglichst weit auszudehnen und einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.

Weitere Informationen sowie das zum Download zur Verfügung stehende Gutachten finden Sie hier.

Studie des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis zu "Online-Interaktionsrisiken aus der Perspektive von Neun- bis Dreizehnjährigen"

Die Studie "Online-Interaktionsrisiken aus der Perspektive von Neun- bis Dreizehnjährigen" (2021) des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Auftrag des Deutsches Kinderhilfswerk e.V. untersucht, wie Heranwachsende mit Online-Risiken umgehen, wenn sie diesen auf Social Media Plattformen oder Gaming Plattformen begegnen. Im Zentrum von Interviews und Gruppenbefragungen standen die Sichtweisen der Kinder und Jugendlichen auf Interaktionsrisilen sowie soziale, mediale und institutionelle Schutz- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des DKHW und auf der Seite des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

Hier gelangen Sie direkt zur vollständigen Publikation.

jugendschutz.net-Report: "TikTok-Pranks mit Kindern. Darstellung emotionaler Ausnahmezustände zu Unterhaltungszwecken"

In Sozialen Medien erreichen sogenannte "Pranks", bei denen Menschen sich gegenseitig Streiche spielen, eine neue Dimension. So stößt jugendschutz.net online immer wieder auf sich rasant verbreitende Pranks. Dazu zählen auch Streiche, bei denen sehr junge Kinder zur Belustigung der Community absichtlich in emotionale Ausnahmezustände gebracht werden.

Der jugendschutz.net-Report "TikTok-Pranks mit Kindern. Darstellung emotionaler Ausnahmezustände zu Unterhaltungszwecken" informiert ausführlich über diese Phänomene.

Sie finden den Report hier.

Hate Speech Forsa-Studie 2023

In der repräsentativen forsa-Umfrage der Landesanstalt für Medien NRW zur Wahrnehmung von Hassrede in der Bevölkerung im Jahr 2023 zeigt sich zum einen, dass immer mehr Menschen aktiv gegen Hassrede vorgehen. Allerdings zeigt sich ebenso, dass jüngere Menschen besonders oft selbst bereits von Hassrede betroffen sind.

Der Anteil der Befragten, denen Hate Speech im Internet begegnet ist, liegt bei etwa 76 Prozent. Je jünger die Befragten sind, desto mehr Hassrede im Internet nehmen sie wahr. Knapp 40 Prozent der 14- bis 24-Jährigen, die schon Hasskommentare wahrgenommen haben, geben außerdem an, selbst schon einmal von Hassrede betroffen gewesen zu sein.
Unter den Menschen, die Hasskommentare bzw. ihre Verfasser bei den Plattformen melden, sind die jungen Zielgruppen ebenfalls aktiver als die älteren.
Dreiviertel (75%) der Befragten nehmen die strafrechtliche Verfolgung von Hasskommentaren im Netz als wirksamstes Mittel im Kampf gegen diese wahr, direkt gefolgt vom Löschen solcher Kommentare wie es die medienrechtlichen Verfahren vorsehen (71%).

Hier finden Sie weitere Informationen sowie den vollständigen Ergebnisbericht der forsa-Umfrage zum Download.

 

Jahresbericht 2022 von jugendschutz.net

Der Jahresbericht von jugendschutz.net, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet, zeigt deutlich, dass Kinder und Jugendliche im Netz insbesondere in Social Media Angeboten zahlreichen Risiken ausgesetzt sind. Hierzu gehören z.B. Hassinhalte, Desinformation und sexuelle Belästigung. Der Schutz der jüngsten Nutzer*innen wird von vielen Anbietern unzureichend berücksichtigt.

Von den 2022 durch jugendschutz.net bearbeiteten Verstoßfällen waren mit Abstand die meisten thematisch sexualisierter Gewalt zuzuordnen, gefolgt von politischem Extremismus und Pornografie.

Weitere Informationen sowie den vollständigen Bericht zum Download finden Sie hier.

Report von jugendschutz.net: Queerfeindlichkeit online

Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, intersexuell, transgender sind oder sich auf andere Weise nicht-heteronormativ identifizieren (LGBTIQ*), erfahren häufig Herabsetzungen und Anfeindungen im Netz. Dies reicht von subtiler Verunglimpfung bis hin zu offener Hetze. Queerfeindlichkeit ist auch ein wesentlicher Bestandteil rechtsextremer und islamistischer Propaganda.

Jugendschutz.net hat über das Jahr 2022 im Netz gezielt beobachtet und Erkenntnisse darüber zusammengetragen, wie extremistische Akteur*innen im Internet Hass und Hetze gegen LGBTIQ* verbreiten und damit auch Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen oder sogar gefährden können.

Den entsprechenden Report von jugendschutz.net finden Sie hier.

 

Online-Veranstaltungen zu Medienabhängigkeit und Verhaltenssucht

Der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. bietet Onlineveranstaltungen zu vielen Aspekten der Internetnutzungs- und Verhaltenssuchtstörungen an. Das umfangreiche Programm und die Folienpräsentationen finden Sie hier.

Digitaler Jugendschutz: Technik zur automatischen Erkennung gefährdender Inhalte

Die bereits 2018 fertiggestellte Studie des Verbundprojekts „Cybersicherheitsforschung für die Digitalisierung in Verwaltung und Gesellschaft“ des hessischen Ministeriums des Inneren und für Sport befasst sich explizit mit Technik für den digitalen Jugendschutz. Anlässlich der erhöhten Relevanz durch die Corona-Pandemie wurde sich für eine nachträgliche Veröffentlichung entschieden. Die von Fraunhofer SIT durchgeführte Studie finden Sie hier.

Always on – jung, digital, informiert? Informationsportfolios der Generation Z

Die Medienanstalten haben einen Forschungsbericht zur Onlinebefragung zu „Aktuellen Informationsportfolios“ 2020 veröffentlicht. Die Pilotstudie der Medienanstalten untersuchte die Informationsnutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Wo und wie informieren sich Digital Natives?

„Informationen zu der überall präsenten Corona-Pandemie, aber auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen beziehen die jungen Zielgruppen fast ausschließlich online. Soziale Medien dienen als zentrale Verbreitungswege. Produziert werden diese Inhalte jedoch weiterhin von öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanbietern sowie den großen Verlagshäusern. Denn Angebote mit Mehrwert müssen für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen seriös, vertrauenswürdig, aber auch leicht zugänglich sein. Digitale Informationsquellen liefern also nicht zwangsläufig weniger Informationsqualität. Eine zunehmend konvergente Medienumgebung bringt Herausforderungen für die Nutzenden mit sich – und auch auf Seite der Produktion müssen veränderte Nutzungsgewohnheiten berücksichtigt und eingefangen werden.“

Hier finden Sie den Forschungsbericht als PDF-Datei zum Download.

Hier finden Sie ein Video der Präsentation der Studienergebnisse vom 4. März 2021.