Online- und Telefonberatungsangebote für sonstige Personen
B
Bevor was passiert (BIOS-BW)
Bundesweites Präventionstelefon für sog. "tatgeneigte" Personen
Das BIOS-Präventionstelefon stellt ein bundesweites telefonisches Hilfsangebot für sog. „tatgeneigte“ Personen dar. Es richtet sich vor allem an Menschen, die befürchten, eine Gewalt- oder Sexualstraftat zu begehen. Auch Personen, die generell aufgrund von sexuellen und/oder Gewaltphantasien/-neigungen/-handlungen nach Beratung und ersten Unterstützungsmöglichkeiten in Krisen suchen, können sich melden. Es besteht auf Wunsch auch die Möglichkeit der Abklärung einer Therapie und, soweit das im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten möglich ist, auch die Durchführung einer solchen. Darüber hinaus unterstützt das Präventionstelefon auch Angehörige „tatgeneigter“ Personen. Zu den möglichen Themen der Telefon-Beratung gehören vor allem Gewalt- und Sexualphantasien, sexuelle Phantasien bezüglich Minderjähriger, Neigungen zu sexualisiertem Verhalten oder häuslicher Gewalt und Konsum von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Beratung und Hilfe erfolgen im Rahmen der gesetzlichen Grenzen vertraulich und sind kostenfrei.
Das Berater*innen-Team des BIOS-Präventionstelefons setzt sich aus professionellen Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen zusammen. Das Angebot ist Teil der Präventionsprojekte „Stopp - bevor was passiert“ und „Keine Gewalt- und Sexualstraftaten begehen“ der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.“ Das BIOS-Präventionstelefon ist derzeit dienstags, donnerstags und freitags, jeweils zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 – 70 222 40 erreichbar.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bios-bw.de.
BMAS: Bürgertelefone und Gebärdentelefon
Telefonische Beratung zu den Themenbereichen des Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet Bürgertelefone zu den unterschiedlichen Themenbereichen des BMAS an, um bei Bedarf Kontakt aufnehmen zu können. Die Bürgertelefone sind kostenfrei und jeweils von Montag bis Donnerstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr erreichbar. Eine Übersicht über die Themenbereiche und speziellen Durchwahlnummern für die Bürgertelefone des BMAS kann hier aufgerufen werden.
In Ergänzung zu den Bürgertelefonen bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusätzlich eine Beratungsoption für hörgeschädigte und gehörlose Menschen an. Für den Fall, dass Fragen zu den Themenbereichen des BMAS bestehen, steht das Gebärdentelefon mittels Videotelefonie im Internet zur Verfügung. Die Beraterinnen sind gehörlos und beantworten das Anliegen in Gebärdensprache. Dieser Link führt direkt zum Gebärdentelefon: www.gebaerdentelefon.de/bmas. Für die Benutzung ist ein stationäres oder mobiles Endgerät mit einem Internetzugang erforderlich. Das Angebot steht mit dem Browser wie Chrome oder Firefox zur Verfügung, ein Anruf über den Internetexplorer ist nicht möglich.
Es besteht zudem die Möglichkeit, Kontakt per E-Mail aufzunehmen. Die Kontaktadresse für den E-Mail-Kontakt ist info.gehoerlos(at)bmas.bund(.)de. Das Gebärdentelefon ist kostenlos und steht von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 20.00 Uhr zur Verfügung.
D
Deutscher Schwerhörigenbund e.V.
Hörberatung für schwerhörige und ertaubte Menschen
Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. ist ein bundesweiter Selbsthilfeverband schwerhöriger und ertaubter Menschen. Der Verband macht es sich zur Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder auf allen politischen Ebenen der örtlichen, Landes- und Bundesebene zu vertreten. Der Deutsche Schwerhörigenbund bietet Hörberatung an. Die Zielgruppe sind Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung, deren Angehörigen sowie alle Menschen, die sich für das Thema interessieren.
Nach dem Motto des Peer-Counceling Prinzips arbeiten in der Hörberatung Berater*innen, die selbst von einer Hörbeeinträchtigung betroffen sind. Durch ihre eigene Betroffenheit ist es den Beratenden möglich, sich in die Lage des Hilfesuchenden hineinzuversetzen. Anfragen können jederzeit gestellt werden. Eine Antwort erfolgt in der Regel innerhalb von fünf Werktagen. Die Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail unter: hoerberatung(at)schwerhoerigen-netz(.)de. Es besteht zudem die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch vor Ort in einer EUTB oder DSB zertifizierten Beratungsstelle. Weitere Informationen finden Sie hier.
H
Hilfe-Telefon berta
Hilfetelefon für Opfer sexualisierter und ritueller Gewalt
Das Hilfe-Telefon berta richtet sich an alle Menschen, die von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt betroffen sind, betroffen waren oder damit als helfende Person und/oder Fachkraft konfrontiert werden. Unter der Nummer 0800 30 50 750 sind die Beraterinnen immer dienstags von 16 bis 19 Uhr, mittwochs von 9 bis 12 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Die Beratung erfolgt bundesweit, kostenfrei und anonym. Eine Angabe des Namens oder Wohnortes ist beim Telefongespräch nicht erforderlich. Zudem ist die Telefonnummer der Anrufenden für die Beraterinnen nicht zu erkennen. Alle Beraterinnen sind pädagogisch und psychologisch ausgebildet und verfügen über langjährige Erfahrungen im Themenfeld. Das Hilfe-Telefon berta ist ein Angebot von N.I.N.A. e V. gefördert von der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.
Hilfetelefon Gewalt an Männern
Beratung für Männer, die Gewalt erleben oder erlebt haben
Das Hilfetelefon Gewalt an Männern richtet sich an Männer, die in irgendeiner Form Gewalt erleben oder erlebt haben (z.B. in der Kindheit, auf der Straße, in Institutionen oder in der Partnerschaft). Zu den möglichen Beratungsthemen gehören dabei unter anderem häusliche Gewalt, Gewalt im öffentlichen Raum, sexualisierte Gewalt, Mobbing, Stalking/Cyberstalking und Gewalt mit Diskriminierungsbezug.
Unter der Telefonnummer 0800 1239900 können sich Männer während der Sprechzeiten (Mo – Do: 8 – 20 Uhr, Fr: 8 – 15 Uhr) mit professionellen Berater*innen in Verbindung setzen. Zusätzlich zu betroffenen Männern können sich auch deren Angehörige sowie Fachkräfte, die mit gewaltbetroffenen Männern zu tun haben, telefonisch melden. Neben der Telefon-Beratung bietet das Hilfetelefon Gewalt an Männern auch Möglichkeiten zur Online-Beratung an. Hierzu gehört zum einen ein Sofort-Chat, in dem während der Sprechzeiten (Mo – Do, 12 – 13 Uhr und 17 – 19 Uhr) eine textbasierte Beratung möglich ist, die keine vorherige Registrierung erfordert. Zum anderen besteht die Option einer textbasierten Beratung per Webmail. Die Mail-Beratung ist nicht an bestimmte Uhrzeiten gebunden und erfordert eine vorherige Registrierung, notwendige Angaben sind dabei aber lediglich ein Benutzername und ein Passwort, alle anderen Angaben sind freiwillig.
Das Team des Hilfetelefons Gewalt an Männern setzt sich sowohl bei der Telefon- als auch bei der Online-Beratung aus professionellen Berater*innen (Psycholog*innen, Pädagog*innen und Therapeut*innen) mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Männerarbeit zusammen. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Männer wird vom Baden-Württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und vom Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern gefördert.
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen"
Unterstützungsangebot für Frauen, die Gewalt erleben oder erlebt haben
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Unterstützungsangebot für Frauen, die Gewalt erleben oder erlebt haben. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 (nur innerhalb Deutschlands erreichbar) können sich Frauen anonym, kostenlos und rund um die Uhr beraten lassen. Zu den möglichen Beratungs-Themen gehören dabei unter anderem häusliche Gewalt (psychische, physische und sexualisierte Gewalt innerhalb von Beziehungen); psychische, physische und sexualisierte Gewalt außerhalb von Beziehungen; Stalking, Mobbing, Digitale Gewalt, Zwangsheirat, Frauenhandel, Genitalverstümmelung und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Menschen aus dem sozialen Umfeld der betroffenen Frauen (z.B. Freund*innen und Verwandten) sowie Fachkräfte, die berufliche Berührungspunkte mit dem Thema Gewalt gegen Frauen haben, können das Beratungsangebot des Hilfe-telefons ebenfalls in Anspruch nehmen. Das telefonische Beratungsangebot des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen umfasst 18 verschiedene Fremdsprachen. Die Beraterinnen schalten bei Bedarf entsprechende Dolmetscherinnen für eine der Fremdsprache zum Gespräch dazu. In manchen Fällen können auch die Beraterinnen selbst direkt in einer anderen Sprache beraten. Weitere Informationen zur Beratung in verschiedenen Sprachen sind hier zu finden. Darüber hinaus ist eine telefonische Beratung in Deutscher Gebärdensprache möglich. Hierbei übersetzt eine Gebärdensprach-Dolmetscherin des Tess-Relay-Dienstes das Gespräch. Benötigt wird dazu ein Computer mit Kamera, ein Internetanschluss sowie eine Software des Tess-Relay- Dienstes. Weitere Informationen zur Beratung in Gebärdensprache und den technischen Voraussetzungen sind hier zu finden.
Neben der Telefon-Beratung umfasst das Angebotsspektrum des Hilfetelefons ‚Gewalt gegen Frauen‘ auch eine E-Mail-Beratung, eine Einzelchat-Beratung und eine Sofortchat-Beratung. Auch all diese Online-Beratungsangebote sind kostenlos und anonym, anders als die Telefon-Beratung jedoch nur in deutscher Sprache möglich. Bei der E-Mail-Beratung können die Frauen nach einer vorherigen Registrierung (angegeben werden müssen dabei ein Benutzername und ein Passwort, die zusätzliche Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig) persönliche Anfragen an das Beraterinnenteam stellen. Sie erhalten dann innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Antwort, die sie nach Einloggen unter Angabe ihres Benutzernamens und Passworts in einem geschützten Bereich einsehen können. Die E-Mail-Beratung erfolgt verschlüsselt. Bei der Einzelchat-Beratung können Frauen nach einer vorherigen Registrierung (angegeben werden müssen dabei ein Benutzername und ein Passwort, die zusätzliche Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig) in einem geschützten Bereich Chat-Termine mit Berater*innen buchen und wahrnehmen. Auch die Einzelchat-Beratung erfolgt verschlüsselt. Bei der Sofortchat-Beratung können Frauen direkt Kontakt mit Beraterinnen aufnehmen, ohne sich vorher registrieren zu müssen. Beim Betreten des Sofort-Chat-Raumes nimmt sofort eine Beraterin Kontakt auf. Der Sofort-Chat ist täglich zwischen 12 und 20 Uhr erreichbar.
Bei allen Beraterinnen des Hilfetelefons ‚Gewalt gegen Frauen‘ (sowohl in der Telefon-Beratung als auch in der Online-Beratung) handelt es sich um qualifizierte Fachkräfte mit Erfahrungen in der Beratung von gewaltbetroffenen Frauen. Alle Beraterinnen sind weiblich. Die Beraterinnen leisten psychosoziale Erstberatung und Krisenintervention. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen auch an Unterstützungseinrichtungen vor Ort weiter (z.B. Frauenberatungsstellen oder Frauenhäuser). Das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘ ist ein Angebot des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.
Hilfetelefon „Schwangere in Not“
Beratung für schwangere Personen, unterstützende Personen und Fachkräfte
Das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ richtet sich als kostenloses, vertrauliches und anonymes Beratungsangebot an schwangere Personen, deren Unterstützer_innen sowie an Fachkräfte.
Unter 0800 40 40 020 stehen rund um die Uhr erfahrene Beraterinnen zur Verfügung. Sie leisten Erstberatung zu allen Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt, informieren über die Hilfen für Schwangere sowie zu dem Verfahren der vertraulichen Geburt und vermitteln Ratsuchende auf Wunsch an eine Schwangerschaftsberatungsstelle vor Ort.
Die Beraterinnen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.
Neben der telefonischen Beratung in 19 Sprachen sowie barrierefrei in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache gibt es eine Chat- und E-Mail-Beratung über die Webseite www.hilfetelefon-schwangere.de.
N
Nummer gegen Kummer (Helpline Ukraine)
Beratung für ukrainische Kinder, Jugendliche und Eltern
Die Helpline Ukraine der Nummer gegen Kummer richtet sich an ukrainische Kinder, Jugendliche und Eltern sowie deren Angehörige. Unter der Telefonnummer 0800 500 225 0 können sich diese montags bis freitags von 14-17 Uhr anonym und kostenlos beraten lassen und ihre Fragen stellen. Zu den möglichen Gesprächsthemen können dabei z.B. belastende Erlebnisse im Rahmen der Flucht aus der Ukraine oder bisherige Erfahrungen im Alltag in Deutschland gehören. Die Telefon-Beratung ist auf Ukrainisch und auf Russisch möglich. Bei den Telefon-Berater*innen handelt es sich um speziell ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen.
O
Obeon
Online-Orientierungshilfe und -Beratung für Menschen in seelischen Belastungssituationen, mit psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörige und Zugehörige
OBEON ist die Online-Orientierungshilfe und -Beratung für Menschen in seelischen Belastungssituationen, mit psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörige und Zugehörige. Die Beratenden sind ein multiprofessionelles Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich der psychosozialen und psychiatrischen Beratung und Versorgung. Das Beratungsteam setzt sich zusammen aus Betroffenen/Peers, Angehörigen/Zugehörigen und sozialpsychiatrischen Fachkräften.Das Beratungsangebot umfasst einen Sofort-Chat, eine Mailberatung und die Möglichkeit zur Videoberatung.
Beratung via Sofort-Chat: Zur Nutzung des Sofort-Chats ist keine Registrierung notwendig. Der Sofort-Chat kann ohne Registrierung gestartet werden und Sie können sehen, welche beratende Person für eine offene Sofort-Chat-Beratung momentan erreichbar ist. Es besteht nach vorheriger Registrierung auch die Möglichkeit, einen Chat-Termin zu vereinbaren.
Beratung via Mail: Bei der in die Beratungsplattform integrierten Mail-Beratung können Sie eine offene Anfrage stellen, die von verfügbaren Beratenden innerhalb von 72 Stunden beantwortet wird, oder Sie können eine persönliche Anfrage gezielt an eine von Ihnen gewählte beratende Person stellen, die von der jeweiligen Beraterin oder Berater innerhalb ihrer eigenen Verfügbarkeiten beantwortet wird.
Video-Beratung: Für eine Beratung per Video-Chat können Sie sich mit einer Beraterin oder einem Berater zu einem bestimmten Zeitpunkt verabreden und erhalten für diesen Termin die Zugangsdaten in Ihrem Nutzendenkonto.
OBEON wird angeboten vom Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. und gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Gesundheit.
P
Pro Asyl
Beratungangebot für Geflüchtete und Migrant*innen mit asyl- oder aufenthaltsrechtlichen Problemen
Das Beratungsangebot PRO ASYL ist ein Einzelfallangebot, welches sich sowohl an die Betroffenen selbst, als auch an Menschen, die Geflüchtete und Migrant*innen unterstützen und mit asyl- oder aufenthaltsrechtlichen Problemen in Kontakt kommen, richtet. Das Angebot berät Hilfesuchende in asyl- oder aufenthaltsrechtlichen Fragen. Häufige Unterstützung wird bei Flüchtlingen im Asylverfahren, bei Problemen rund um den Familiennachzug und Menschen mit aufenthaltsrechtlichen Problemen (z. B. bei einer drohenden Abschiebung) geleistet. Neben den Fragen rund um das Thema Bleiberecht stehen die Beratenden den Schutzsuchenden auch bei vielen weiteren Problemen zur Hilfe.
Bei Bedarf unterstützt PRO ASYL bei der Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen sowie bei der Suche nach einer Anwältin/einem Anwalt. Die Beratung erfolgt auf Deutsch und Englisch. Jeder Fall wird gewissenhaft, professionell und absolut vertraulich behandelt. Die E-Mail-Beratung erfolgt unter: beratung(at)proasyl(.)de. In dringenden Fällen, in denen eine intensive rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt oder eine Anwältin unabdingbar ist, die Betroffenen aber nicht in der Lage sind, Anwalts- oder Gutachterkosten zu zahlen, besteht die Möglichkeit, beim Flüchtlingsrat des jeweiligen Bundeslandes einen Antrag auf Unterstützung durch den PRO ASYL-Rechtshilfefonds zu stellen. Die Einzelfallberatung und der Rechtshilfefonds werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert.
R
Rummelsberger Diakonie
Onlineberatung für Menschen mit und ohne Behinderungen
Die Rummelsberger Diakonie bietet Onlineberatung für Menschen mit und ohne Behinderung an. Die beiden Beraterinnen Frau Lippert und Frau Wendler haben eine sozialpädagogische Ausbildung und haben (eine Schulung) die Weiterbildung zur zertifizierten Onlineberater*in am Institut für E-Beratung absolviert. Die Beratung erfolgt anonym und kostenfrei. Die Beraterinnen verpflichten sich der Schweigepflicht. Es handelt sich um eine verschlüsselte Beratung.
Mögliche Bereiche der Onlineberatung können Fragen rund um die Freizeitgestaltung, Wohnangebote und Unterstützung, Barrieren und Teilhabe, Liebe, Partnerschaft und Gesund sein. Auch der Umgang mit Behinderung, Kommunikation mit den Ämtern und Behörden, Familie und Freunde sowie Themen rund um Ausbildung, Beruf, Familie und Freunde können Anliegen der Beratung sein. Je nach Anliegen unterstützen die Beraterinnen bei der Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen. Im ersten Schritt der Onlineberatung muss eine Anmeldung vorgenommen werden. Hierzu muss ausgewählt werden, ob die hilfesuchende Person zum ersten Mal die Rummelsberger Onlineberatung nutzt und einen Zugang braucht oder ob ein Zugang bereits vorhanden ist. Im Falle des Erstkontakts muss das entsprechende Feld ausgewählt werden. Für die Erstellung des Zugangs ist ein beliebiger Benutzername sowie ein Passwort auszuwählen. Nach Eingang der Daten erfolgt die Erstellung des Zugangs durch einen Klick auf das entsprechende Feld. Die Kommunikation findet über den Zugang (Benutzername und Passwort) statt.
Auf der Seite der Onlineberatung können Fragen aufgeschrieben oder Sprachnachrichten in einem Chat verfasst werden. Die Nachricht wird abgeschickt, in dem ein Pfeil neben der Nachricht angeklickt wird. Eine Antwort erfolgt innerhalb von 48 Stunden. Eine Zuteilung der Beraterin erfolgt durch die Rummelsberger Diakonie entsprechend der Kapazitäten und der Erfahrung in dem angefragten Themenbereich, außer es wird explizit eine bestimmte Person angefragt.
S
Schuldenhelpline
Schuldnerhilfe für Personen, die Schulden oder Geldsorgen haben
Das kostenlose und bundesweit zur Verfügung stehende Telefon- und Online-Beratungsangebot „Schuldenhelpline“ der Schuldnerhilfe Köln richtet sich an alle Personen, die Geldsorgen oder Schulden haben. Die qualifizierte und nicht-kommerzielle Schuldnerberatung erfolgt durch Jurist*innen, Wirtschaftsfachleute und Sozialarbeiter*innen.
Online-Beratung:
Für die Nutzung der Onlineberatung ist das Anlegen eines anonymen Benutzerkontos erforderlich. Die Registrierung erfolgt durch die Festlegung eines selbstgewählten Benutzernamens und eines Passworts, sodass die gesamte Kommunikation über das Benutzerlogin der Website stattfindet. Die Website ist automatisch verschlüsselt. Bei der Registrierung wird nach dem Bundesland, dem Geschlecht und dem Alter gefragt. Diese Daten werden zu statistischen Zwecken erhoben. Optional kann eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Bei der freiwilligen Hinterlegung der E-Mail-Adresse besteht die Option eine Benachrichtigung zu erhalten, sobald die Anfrage bearbeitet wurde. Nach der erfolgreichen Registrierung kann über die Website eine Anfrage gesendet werden. Die gesamte Kommunikation erfolgt über die Website, sodass sich der Benutzer für die Abrufung und das Verfassen einer Nachricht zunächst einloggen muss. Die Berater*innen sind speziell für die Onlineberatung geschult und verfügen über eine mehrjährige Berufserfahrung in der Schuldnerberatung. Alle Berater*innen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Online-Beratung beantwortet die Anfragen von Montag bis Freitag innerhalb von maximal drei Tagen.
Telefon-Beratung:
Das telefonische Beratungsangebot erfolgt kostenlos, vertraulich und umfassend. Die Berater*innen können Montag bis Freitag von 10:00-13:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 15:00-18:00 Uhr unter der Telefonnummer: 0800 – 689 689 6 erreicht werden.
SeeleFon
Beratungsangebot für Angehörige psychisch erkrankter Menschen
Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. stellt das Angebot „SeeleFon-Beratung zu psychischen Erkrankungen“ bereit. SeeleFon ist ein Angebot für Angehörige psychisch erkrankter Menschen, das Informationen und Hilfe durch Telefon- und E-Mail-Beratung anbietet. Die Beratung kann in Momenten erfolgen, in denen die Angehörigen nicht mehr weiterwissen und Rat suchen. Die Berater*innen sind ehrenamtlich tätige Menschen, die eine vorbereitende Schulung und Weiterbildungen besuchen. Bei den beratenden Personen handelt es sich um selbst betroffene Menschen aus verschiedenen Bereichen der Selbsthilfe. Durch das große Erfahrungspotential, das Verständnis und das Wissen über das Ausmaß der herausfordernden Situation gelingt es den Beratenden auf die Hilfesuchenden einzugehen. Das eigene Wissen der ehrenamtlichen Berater*innen über die Hilfsangebote des professionellen Systems sowie der Selbsthilfe können über diesen Weg weitergegeben werden. Das SeeleFon bietet den Angehörigen unabhängige Informationen, eine transparente Offenlegung der Informationen sowie Offenheit für alle Hilfesuchenden. Es handelt sich um ein anonymes Angebot. Die Beratenden unterliegen der Schweigepflicht. Das Angebot leistet keine Rechtsberatung und keine langfristige Begleitung. Das SeeleFon ist kein Ersatz für eine Therapie und spricht keine Empfehlungen für Therapeuten aus. Kriseninterventionen können ebenfalls nicht geleistet werden.
Das Telefon-Angebot ist Montag bis Donnerstag von 10:00-12:00 und 14:00-20:00 Uhr und Freitag in der Zeit von 10:00-12:00 und von 14:00-18:00 Uhr erreichbar. Die Telefonnummer 0228 71002424 bietet Beratung für Angehörige. Es handelt sich um ein kostenfreies Angebot. Es entstehen lediglich Kosten für einen Anruf in das deutsche Festnetz entsprechend des eigenen Telefonvertrags.
Der E-Mail-Kontakt ist unter: seelefon(at)bapk(.)de verfügbar.
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit ein Kontaktformular über die Website auszufüllen. Für das Mailformular der Website ist eine gültige E-Mail-Adresse einzugeben. Neben dem Betreff und der Anfrage ist eine Einverständniserklärung der Datenschutzrichtlinien zu geben.
T
Telefonseelsorge
Themenunspezifisches Beratungsangebot für alle Menschen
Das Beratungsangebot der Telefonseelsorge umfasst eine Telefonberatung sowie eine E-Mail-Beratung und eine Chat-Beratung. Alle drei Beratungsangebote stehen allen Menschen (unabhängig von Alter, Geschlecht, Familienstand, Religionszugehörigkeit etc.) offen und sind auch nicht auf bestimmte Beratungs-Themen beschränkt. Alle Beratungsangebote sind zudem anonym und kostenlos.
Bei den Berater*innen handelt es sich jeweils um ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die mindestens 120 Stunden ausgebildet und durch regelmäßige Supervisionen begleitet werden. Die Telefonberatung ist über die drei Telefonnummern 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 sowie 116 123 rund um die Uhr (auch an Wochenenden und Feiertagen) erreichbar. Beim Anruf wird die eigene Telefonnummer nicht im Display der Berater*innen angezeigt. Auch das Nennen des eigenen Namens ist beim Telefongespräch nicht nötig. Anfallende Gesprächsgebühren aus dem Festnetz werden vollständig von der Deutsche Telekom AG übernommen. Bei Handyanrufen können ggf. je nach Vertrag sowie bei Auslandsaufenthalten Gebühren anfallen. Bei den meisten Telefonanbietern ist der Telefonrechnung nicht zu entnehmen, dass bei der Telefonseelsorge angerufen wurde.
Bei der E-Mail-Beratung können sich die Nutzer*innen über einen geschützten Bereich, anonym und kostenlos textbasiert beraten lassen. Die Nutzer*innen müssen sich hierzu vorab registrieren, dabei aber lediglich eine funktionierende E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen eingeben. Anschließend können die Nutzer*innen eine Nachricht schreiben und erhalten dann in der Regel innerhalb von 72 Stunden eine Antwort. Bei der E-Mail-Beratung können die Nutzer*innen über eine längeren Zeitraum hinweg mit der der/dem gleichen Berater*in in Kontakt bleiben. Bei der Chat-Beratung haben die Nutzer*innen die Möglichkeit, sich textbasiert unmittelbar mit einer/einem Berater*in auszutauschen, ähnlich wie bei einem face-to-face-Gespräch.
Für die Chat-Beratung ist daher eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Die Nutzer*innen müssen sich hierzu vorab registrieren, dabei aber lediglich eine funktionierende E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen eingeben. Träger der Telefonseelsorge sind die beiden großen Kirchen in Deutschland. Die Inanspruchnahme von deren Beratungsangeboten ist jedoch nicht an die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche oder Religion gebunden, sondern steht allen Menschen gleichermaßen offen.
Z
ZEBRA
Frage-Antwort-Angebot für Bürger*innen zum Thema (digitale) Medien
ZEBRA ist ein kostenloses Frage-Antwort-Angebot der Landesanstalt für Medien NRW. Über die Website, per Mail, SMS oder Messenger (+49 173 4122 193) können Bürger*innen dort Fragen zu (digitalen) Medien stellen. Fragen werden unabhängig, zuverlässig und persönlich innerhalb von 24 Stunden beantwortet – auch am Wochenende. An Werktagen ist ZEBRA per Live-Chat für Fragen und Antworten erreichbar. Auch Cybergrooming-Fälle können über ZEBRA gemeldet werden (www.fragzebra.de/cybergrooming). Über 1000 bereits beantwortete Fragen und Antworten finden sich in der Wissensdatenbank wieder. Das ZEBRA-Team setzt sich aus Expert*innen der Bereiche Medienpädagogik, Medienkompetenz, Kommunikationswissenschaften, Medienrecht und Medienforschung zusammen.